Der „Orton“ Effekt

Der „Orton“ Effekt

Der sogenannte „Orton-Effekt“ (benannt nach Michael Orton), ist ursprünglich eine Überlagerung von einem scharfen überbelichteten Negativ-Foto auf ein unscharf überbelichtetes Negativ-Foto vom selben Motiv.
Dieser Effekt ist digital relativ leicht nachzubauen.






Hier das Original Bild.




Zuerst wie immer von der Hintergrund ebene eine Kopie erstellen.

Entweder die Hintergrund Ebene auf das kopier Symbol ziehen oder einfach „STRG+J“ drücken.




Und die neu Erstellte Ebene auf den Ebenenmodus „Negativ multiplizieren“ stellen.

Nun sieht unser Bild so aus:




Nun auf der Ebene „Hintergrund Kopie“ „STRG+E“ drücken oder

„Ebene – Mit darunter liegender auf eine Ebene reduzieren“.

Wieder von der Hintergrund Ebene eine Kopie erstellen (STRG+J).

Jetzt benötigen wir den Filter – Weichzeichnungsfilter – „Gauscher Weichzeichner“.

Den Filter nur so weit anwenden bis das Bild sehr unscharf ist und nurnoch die Umrisse erkennbar sind.




Diese Ebene (Hintergrund Kopie) nun den Ebenenmodus „Multiplizieren“ zuweisen.

Jetzt sind wir eigentlich schon fertig.

Ich bearbeite aber meistens noch die Augen damit sie wieder richtig scharf sind.

Entweder etwas aufwendiger wie in dem „strahlende Augen“ Tutorial oder einfach nur schärfen.


Zum Nachschärfen wieder die Hintergrund Kopie mit der darunterliegenden Ebene zusammenfügen „STRG+E“.

Davon eine Kopie erstellen „STRG+J“.

Auf dieser Ebene nur den „Unscharf maskieren“ Filter anwenden:

Filter – Scharfzeichnungs Filter – Unscharf maskieren.

Bis die Augen wieder schön scharf sind.




Nun bei gedrückter „ALT“ Taste auf das „Ebenenmasken“ Symbol klicken.

Das bewirkt das die Ebenemaske automatisch mit schwarz gefüllt wird und die Schärfung ausgeblendet wird.




Und zu letzt nurnoch auf dieser erstellten Maske mit weißer Farbe und weichen Pinsel die Schärfe ins Bild zurück malen.

Ich schärfe meistens nur die Augen und die Lippen.

Hier das Ergebnis:

Vorher:

Nachher:

Wenn ihr auch so ein Bild erstellt habt, lasst es mich wissen !

Ich freue mich über jedes Kommentar.

6 Comments

  1. ollie 8. April 2009 um 0:43 Uhr - Antworten

    respekt, das ist ja mal eine einfache variante für einen schönen (un)schärfeverlauf! ich werde mal in den nächsten tagen so was basteln und dann bloggen und dich natürlich informieren!

    bis bald
    der ollie

  2. Orton-effekt 27. April 2009 um 18:37 Uhr - Antworten

    Hallo Mario, Danke für Dein Tut. Es hat wirklich Spass gemacht. Es gab zwar einige Tuts zu diesem Thema aber Du hast das hier für die Portraits sehr gut mit dem Nachschärfen beschrieben.
    Wenn Du mal mein Testbild sehen möchtest dann schau doch mal hier bei
    Flickr

    Danke und viele Grüße von Frau Doktor 🙂

  3. Snowstyler 13. August 2009 um 10:16 Uhr - Antworten

    Super Anleitung !

    Gr. Lob von mir an dieser Stelle für die Super Anleitung.

    Gruß
    Snowstyler

  4. Andreas Bee 20. September 2010 um 11:02 Uhr - Antworten

    Auch eine sehr gute Variante um den sogenannten „glow-effekt“ zu erzeugen. Was mir hier besonders auffällt ist die Tatsache dass die Haut dadurch eine schöne Glättung erhält, ohne zu „porzellanmäßig“ zu wirken.
    Ich benutzte bisher immer die Variante von Calvin Hollywood: Hintergrundebene duplizieren, diese Kopie entweder auf „weiches Licht“ oder auf „hartes Licht“ stellen und dann den Gaußschen Weichzeichner mit einer großen Stärke anwenden.
    Ich werde diese Variante aber sicherlich auch mal ausprobieren.

    Viele Grüße
    Andreas Bee

  5. Ina 16. Mai 2011 um 21:13 Uhr - Antworten

    Fantastisch dieses Tutorial. Sehr hilfreich und übersichtlich!
    DANKE!!!

    Grüße aus NRW

  6. Heide 8. Juli 2011 um 16:33 Uhr - Antworten

    Hallo Mario, vielen Dank – auch für mich sehr gut nachzuarbeiten.
    Gruss – Heide

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Erfahrungen & Bewertungen zu Digital-Workshop.at