5 WordPress Hoster im Vergleich

WordPress Hoster

Foto von Binyamin Mellish von Pexels

Was bringt spezielles WordPress Hosting und welche WordPress Hoster gibt es?

WordPress ist ein einfaches und problemlos erweiterbares Content Management System, was genau deshalb inzwischen auch bei einem Großteil aller Internetseiten zum Einsatz kommt. Je nach Statistik oder Schätzung werden ca. 30-50 Prozent aller Websites auf Basis von WordPress betrieben. Das ist eine ganze Menge und zeigt, wie beliebt das CMS über die Jahre geworden ist.

Egal ob kleiner Blog oder großes Portal, sie alle setzen inzwischen auf WordPress. Das flexible CMS hat viele Vorteile und kann vor allem via Themes und Plugins schnell und problemlos nach den eigenen Wünschen angepasst und erweitert werden. Doch die Bequemlichkeit und der Funktionsumfang haben ihren Preis.

Je umfangreicher WordPress genutzt wird, desto mehr Leistung frisst es und desto mehr Ressourcen verlangt es vom Webhosting. Kein Wunder also, dass es inzwischen viele spezielle WordPress Hoster gibt, die sich dem Thema annehmen und ihre komplette Infrastruktur auf das CMS optimieren. Wir haben uns die besten von ihnen einmal angesehen.

5 WordPress Hoster im Vergleich

Nun gibt es eine ganze Menge Hosting-Anbieter, die den Trend erkannt haben und ein entsprechendes WordPress-Paket anbieten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich dabei nicht immer um ein echtes WordPress Hosting handelt. Oft sind es normale Webspace-Tarife, die mit einer Sofortinstallation von WordPress ausgestattet wurden. Normales Hosting mit neuer Verpackung, an dem keine besonderen Anpassungen zu finden sind.

WordPress Hosting meint in der Regel jedoch, dass der Server etc. komplett auf die Bedürfnisse von WordPress angepasst wurde. So läuft das CMS auf entsprechenden Hostern deutlich performanter und es gibt keine fixen Grenzen mehr, wie es beim Webhosting oft der Fall ist. Im Idealfall kann das gesamte Paket zudem kinderleicht eingerichtet und erweitert werden, da sich um die Technik im Hintergrund jemand anderes kümmert.

1. WP Engine

WP Engine ist der große Bruder aller WordPress Hoster. Das liegt daran, dass WP Engine eines der ersten Unternehmen war, die sich komplett und mit viel Elan auf das Hosting von WordPress Blogs konzentriert haben und zwar schon im Jahr 2010. Kompromisslos wurde alles angepasst, mitsamt eigenen Caching-Lösungen (genannt EverCache) und speziellen Infrastruktur-Optimierungen. Das funktioniert auch richtig gut, weshalb WP Engine ununterbrochen wächst.

So hat der Hoster zuletzt StudioPress und das Genesis Framework gekauft sowie viele weitere Theme-Anbieter mitsamt Kunden übernommen. Damit ist WP Engine in der Lage, direkt ein Allround-Paket für WordPress Blogs anzubieten, welches alles beinhaltet, was für eine erfolgreiche Website benötigt wird. Von der Technik bis zum Theme.

Allerdings sind die Glanzzeiten vorbei, wie gemunkelt wird. Immer wieder werden Stimmen laut, dass WP Engine stark nachgelassen hat und in Sachen Preis-Leistung einfach nicht mehr das ist, was es damals war. Doch da sollte sich jeder selbst ein Bild von machen. > WP Engine

Meine Empfehlung: 2. WP-Projects

Noch etwas frischer und neuer ist der Hoster WP-Projects. Der Hoster aus Deutschland setzt auf eine besonders starke Netzwerkinfrastruktur und ist zudem recht günstig, gerade für Einsteiger. Zum Einsatz kommen bei WP-Projects Nginx und OPcache, wobei auf flotten SSDs gespeichert wird. In Sachen Verwaltung setzt WP-Projects wohl das WordPress Toolkit von Plesk ein.

Alleinstellungsmerkmal ist bei WP-Projects wohl die Anbindung. Gesetzt wird auf Server der Accelerated IT Services GmbH, die an einem zentralen Internet-Knotenpunkt liegen. Alle mit direkten Uplinks zu den Anbietern Deutsche Telekom (DTAG), Level 3, DE-CIX, TINET / GTT und AMSIX. E-Mail Postfach, SSL und Domain inklusive.

Wichtig bei WP-Projects ist, dass es sich um ein für WordPress optimiertes Hosting handelt, nicht um ein sogenanntes Managed WordPress Hosting. Hier wird also nicht alles für euch übernommen, sondern ihr bekommt ein an WordPress angepasstes Hosting-Paket. > Wp-Projects

3. Raidboxes

Nach dem Hype um WP Engine kam im Grunde genommen Raidboxes als deutsche Alternative des Ganzen daher. Eine angepasste Verwaltungssoftware ermöglichte es mühelos eigene WordPress Websites zu erstellen und diese bei Bedarf zu klonen, um so noch schneller mehrere Installationen auf einmal verwalten zu können. In Raidboxes ist jeder WordPress Blog zudem als eine eigenständige Box angelegt, was die Verwaltung ebenfalls vereinfacht.

Die Preise sind dabei fair und beinhalten immer nur einen einzigen WordPress Blog. Unterschiede sind vor allem in der Leistung des Servers und dem verfügbaren Speicherplatz zu finden. Für Webdesigner gibt es inzwischen aber auch Tarife, die mehr als eine Installation beinhalten. Für besonders kleine Blogs steht zudem ein Mini-Tarif für unter zehn Euro Monat bereit. Achtung! Email Postfächer kosten extra > Raidbox

4. HostPress

Erst seit 2016 verfügbar ist der Anbieter HostPress. Er ist also noch recht neu auf dem Markt, konnte sich aber dennoch bereits beweisen und erfreut sich einiger Beliebtheit. Das Managed WordPress Hosting setzt unter anderem auf das WordPress Toolkit von Plesk, um die einzelnen Instanzen zu verwalten.

Preislich richtet sich HostPress dabei nach den gängigen Angeboten, wobei es leicht darunter bleibt. Als Premium Features kommen ein Nginx Rocket Cache zum Einsatz sowie besonders schneller Support oder eine Optimierung für WooCommerce, falls ihr mit eurem WordPress Blog auch in den E-Commerce einsteigen wollt. > HostPress

5. Kinsta

Kinsta gibt es bereits seit 2003 und seitdem ist das Unternehmen ein reiner WordPress Hoster. Das ganze ist »fully Managed« wie es so schön heißt, um die Verwaltung braucht ihr euch selbst daher gar nicht zu kümmern. Je nach Preis können bis zu 150 WordPress Blogs verwaltet werden. Wer mehr möchte, muss eine Anfrage stellen. Möglich ist auch das.

Kinsta ist dabei sehr international aufgestellt, was praktisch ist, wenn ihr nicht nur in Deutschland Erfolg habt. Technisch setzt der WordPress Hoster dabei auf die Google Cloud Platform. Außerdem kommt wohl Nginx zum Einsatz, ebenso wie MariaDB, als performante MySQL-Alternative. Neben Performance und Firewall bietet Kinsta einen Webseiten-Migrations Service und eine kostenlose Hackentfernung. Letztere greift, wenn euer Blog erfolgreich angegriffen wurde. Dann kümmert sich Kinsta um die Beseitigung des Problems. > Kinsta

Schwierigkeiten beim WordPress Hosting

Zum Schluss möchte ich noch einmal auf ein paar Probleme hinweisen, die mit dem WordPress Hosting einhergehen können. Denn wie immer ist nicht alles Gold, was glänzt, auch nicht beim Hosting. Ein enormes Problem ist beispielsweise die Abhängigkeit, in die ihr euch begebt. Meist landet ihr auf einer Plattform, von der ihr nicht mehr ohne Weiteres wechseln könnt, euch also entsprechend lange binden müsst.

Auch unterscheiden sich die Features teilweise sehr stark voneinander und manch ein WordPress Hoster verbietet gar bestimmte Plugins oder Themes, weil sie der Performance schaden oder mit den internen Optimierungen in Konflikt geraten könnten. All das ist wenig erfreulich und kann zu Komplikationen führen. Vor allem dann, wenn ein Blog umziehen soll, der schon länger existiert.

Einen direkten Ansprechpartner habt ihr beim WordPress Hosting ebenfalls oft nicht, was es schwierig macht, konkrete Hilfe zu erhalten. Der Support richtet sich für gewöhnlich nur an die Technik selbst, WordPress-Hilfe braucht ihr demnach keine erwarten.

Am Ende sind sich die meisten WordPress Hoster zudem gar nicht für die Endverbraucher oder Blogger gedacht, sondern eher für Agenturen und Webdesigner, die dort ihre Kunden verwalten. Das spiegeln auch die Preise wieder, die sich für Privatkunden meist nicht sonderlich lohnen. Überlegt euch also zweimal, ob ihr euch wirklich an einen WordPress Hoster binden wollt.

Wer noch fragen hat, darf mich gerne kontaktieren und um Hilfe bitten. Was die WordPress Hoster nämlich nicht bieten, ist mein Kerngeschäft. Ich helfe euch bei sämtlichen WordPress-Fragen und Problemen.

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Mario
Hier schreibt Mario Röder, Gründer und Inhaber von Digital-Workshop.at. Ich helfe Unternehmen und Online Shop Betreibern, ihre Webseite zu optimieren und zu pflegen. Somit haben Sie mehr Zeit für Ihr Unternehmen und mehr Erfolg.
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