WordPress mit Litespeed: Wie funktioniert der Litespeed Webserver und welche Vorteile hat er gegenüber Apache und Nginx?

Was genau ist eigentlich ein Litespeed-Server und wie arbeitet die Webserver-Software im Vergleich zu ähnlichen Systemen? Gerade innerhalb der WordPress Community fällt der Begriff inzwischen relativ häufig. Neben Nginx und Apache ist deshalb immer wieder auch von Litespeed und der dort so auffallend hohen Performance die Rede. Litespeed soll alles besser machen als die Konkurrenz, gerade in Verbindung mit einem CMS wie WordPress. Es soll schneller sein, effektiver, einfacher zu verwalten und zudem sicherer. 

Doch was ist wirklich dran an dem Gerede der Leute? Was steckt hinter Litespeed und wer entwickelt die Software? Wie arbeitet Litespeed mit WordPress zusammen und was genau ist an dem Litespeed Cache denn so anders und besonders, dass er als das Nonplusultra unter den Caching-Methoden gilt? Ist ein Wechsel von Apache zu Litespeed überhaupt ohne Weiteres möglich und wenn ja, ist diese Umstellung dann auch ratsam oder verkompliziert sie nur alles? 

Genau darüber möchte ich heute mit euch sprechen. Auch ich beschäftige mich nämlich schon sehr lange mit Litespeed und neben Apache und Nginx steigt bei mir das Interesse beständig an. Warum das so ist und warum viele meiner Kunden bereitwillig wechseln möchten oder ihren WordPress Blog sogar gezielt mit einem Litespeed Server starten, verrate ich euch im heutigen Artikel. 

Was ist Litespeed überhaupt?

Wer einen eigenen Server betreibt, der kennt bestimmt die Webserver-Software Apache oder Nginx. Stellt euch diese (nur als Beispiel, es ist im Detail dann doch noch etwas anders) ein bisschen wie Windows, Linux oder MacOS vor. Betriebssysteme also, die mehr oder weniger festlegen, welche Programme genau laufen und wie grundlegende Dinge funktionieren und gehandhabt werden. 

In diesem Fall natürlich speziell für den Webserver, daher ohne eigene Oberfläche sowie bestmöglich optimiert auf eine schnelle Auslieferung und möglichst ressourcenschonende Abläufe. Wie ihr unter Windows die Textverarbeitung startet, startet ihr auf eurem Server dann Compiler wie PHP, um entsprechende PHP-Seiten interpretieren zu können. Wie gesagt ist das sehr bildlich und beispielhaft ausgedrückt. 

Litespeed ist ebenfalls eine Webserver-Software. Allerdings eine, welche von Anfang an mit dem klaren Fokus auf die Performance entwickelt wurde. Gerade im Vergleich mit Apache ist der Unterschied daher deutlich zu spüren. Nginx ist ebenfalls schnell, kommt meiner Meinung nach aber nicht an Litespeed heran. Auch deshalb nicht, weil Litespeed kompatibel mit den meisten Anweisungen und Funktionen von Apache ist. Die .htaccess funktioniert beispielsweise weiterhin wie gewohnt, was entsprechend praktisch ist. Der Umstieg von Apache ist daher denkbar einfach zu handhaben. 

Um es noch einmal zusammenzufassen. Litespeed ist eine Webserver-Software, die auf eine möglichst effiziente Nutzung der Hardware aus ist und gleichzeitig mit vielen modernen Funktionen ausgestattet wurde. Egal ob HTTP/2, QUIC, HTTP/3, Asynchrones ModSecurity, ESI und LSCache, es wurde an alles gedacht, was einen positiven Einfluss auf die Performance nehmen könnte.

Welche Vorteile hat Litespeed im Vergleich?

Der größte Vorteil ist die enorme Geschwindigkeit, welche die Software erreicht. Sämtliche modernen Standards wurden aktiviert und von Haus aus liefert Litespeed den sogenannten Litespeed Cache mit. Die LSCache Engine funktioniert dabei sowohl serverseitig als auch über den Client. Dank der Unterstützung von ESI Language ist es zudem möglich, bestimmte Fragmente und Bereiche einer Website einzeln zu laden oder in den Cache zu legen. Auf den Cache komme ich weiter unten aber noch einmal ausführlicher zu sprechen, denn er besitzt einige Besonderheiten. 

Ein großer Vorteil gegenüber Nginx ist, dass Litespeed die klassische .htaccess-Datei von Apache interpretieren kann. Es bedarf hier also keiner neuen Konfiguration. Im Grunde funktioniert die .htaccess genau so, wie es auch unter Apache der Fall war. Der Syntax bleibt demnach der Gleiche und das vereinfacht einen Umstieg enorm. Gerade im Bereich WordPress wird die .htaccess bekanntlich gerne nach eigenem Belieben angepasst. Bei Litespeed braucht hier erst einmal keiner Sorge haben, dass seine mühsam zusammengesuchten Snippets nicht mehr funktionieren. Für gewöhnlich arbeiten sie genau so, wie zuvor unter Apache. Nur im Detail sind hin und wieder kleine Anpassungen notwendig. Dabei helfe ich euch gerne, solltet ihr euch für einen Umstieg entscheiden. 

Der Vorteil von Litespeed ist schlussendlich immer die Geschwindigkeit, bei gleichzeitig weniger Ressourcenverbrauch. Im Umkehrschluss heißt das, dass deutlich mehr Websites auf einem Litespeed Server verwaltet werden können bzw. mehr gleichzeitige Besucher möglich sind. Sagen wir, euer Server auf Basis von Apache bricht bei 10.000 Besuchern auf einmal zusammen. Dann kann Litespeed meist problemlos 20.000 oder sogar 30.000 Aufrufe bewerkstelligen, wohlgemerkt bei gleicher oder ähnlicher Konfiguration. Nur als theoretisches Beispiel. Oder aber ihr verwaltet zehn WordPress-Installationen, während ein Server mit Apache nicht mehr als fünf geschafft hätte. 

Warum ist Litespeed ideal für WordPress?

Es ist der Litespeed Cache, der WordPress und Litespeed miteinander verheiratet. Dieser kann ganz einfach via Plugin innerhalb von WordPress aktiviert werden. Die Erweiterung stammt von offizieller Stelle und wird entsprechend sorgsam gepflegt. Nicht umsonst ist sie auf über zwei Millionen WordPress-Websites installiert. 

Im direkten Vergleich und Test (unter anderem via ApacheBench) wird dann schnell deutlich, dass die Integration in den Webserver dafür sorgt, dass der Litespeed Cache um einiges zügiger arbeitet als vergleichbare Plugins. Dieser Umstand liegt vor allem an der Tatsache, dass Litespeed den Cache eben unmittelbar im Arbeitsspeicher ablegt und ihn somit noch schneller abrufbar macht. Das wiederum bringt den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Das der Cache in Litespeed aktiv ist, zeigt übrigens ein entsprechender HTTP-Header (X-LiteSpeed-Cache: hit) an. 

Weil am Ende alles Hand in Hand geht, passt auch alles bestmöglich zusammen. Das macht Litespeed, den Litespeed Cache und WordPress zur idealen Konfiguration, wenn es um die Performance einer WordPress Website geht. 

Fazit zu Litespeed in Verbindung mit WordPress

Persönlich habe ich schon mehrere Wechsel von Apache zu Litespeed durchgeführt und kann sagen, dass sie bislang alle höchst erfolgreich und zufriedenstellend verlaufen sind. Vor allem die Performance des Webservers ist wirklich enorm und im Grunde gar nicht mehr mit Apache vergleichbar, wie ich finde. Wer die Wahl hat, sollte sich also von Anfang an für eine WordPress-Installation auf einem leistungsstarken Litespeed-Server entscheiden. 

Auf der anderen Seite gefällt mir, dass die Webserver-Software ihren Fokus bereits eigenständig auf die so wichtige Performance gelegt hat. Gleichzeitig wird die .htaccess aber beispielsweise nicht plötzlich überflüssig, weil unter Litespeed derselbe Syntax verwendet wird und Apache-Regeln somit auch unter Litespeed noch entsprechend funktionieren und arbeiten. Das macht einen eventuellen Umstieg denkbar einfach und unkompliziert und ist gerade bei WordPress nicht unwesentlich, wo häufig eine Vielzahl derartiger Regeln im Einsatz sind. 

Das Fazit zu Litespeed kann daher nur lauten, dass ihr durchaus über einen Wechsel nachdenken solltet. Falls ihr hingegen gerade erst dabei seid einen Blog aufzubauen, überlegt euch welchen Hoster ihr wählt und ob dieser von Haus aus bereits Litespeed unterstützt. Und wenn euch das alles jetzt viel zu kompliziert erscheint oder ihr nun ein wenig Hilfe dabei benötigt, könnt ihr mir wie immer eine formlose E-Mail schicken oder einfach direkt anrufen. Gerne helfe ich euch bei einem eventuellen Wechsel zu Litespeed oder installiere und verwalte euren Blog ordnungsgemäß auf dem jeweiligen Server. 

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